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Trockenmittel als Packmittel
Trockenmittel als Packmittel

Trockenmittel als Packmittel

Das Trockenmittel von Beginn an mitdenken

Trockenmittel haben verschiedene Einsatzzwecke: Sie können zum einen als Packmittel für Transport und Lagerung von Produkten dienen und zum anderen als Component ein fester Bestandteil eines ganzen Systems sein.

Welche Anforderungen Trockenmittel als Packmittel erfüllen müssen und worauf es beim Feuchteschutz bei Verpackungen ankommt, zeigt dieser Beitrag auf.

In der Pharmaindustrie werden Trockenmittel als Primärpackmittel eingesetzt, damit Produkte und Wirkstoffe durch Feuchtigkeit nicht instabil werden. Viele Wirkstoffe sind feuchtesensibel und müssen trocken gehalten werden. Bei Diagnosetests verhindern sie eine vorzeitige Reaktion der enthaltenen Substanzen durch Feuchtigkeit, bevor die eigentlich zu untersuchende Probe (z. B. Speichel, Urin, Blut) zugeführt wird. Insbesondere im Lebensmittelbereich können Produkte verderben, wenn zu viel Feuchtigkeit eindringt – Trockenmittel verlängern hier die Haltbarkeit (oder verhindern z. B. unschönes Verklumpen bei Pulvern).

Auch in der Industrie werden Trockenmittel als Packmittel benötigt, wenn es um Komponenten geht, die beim Transport durch Feuchtigkeit korrodieren könnten. In der Elektronik ist Feuchtigkeit ebenfalls gefürchtet: Chips oder Kontakte werden durch Kondensation beschädigt und müssen trocken verpackt und gelagert werden. 

Einflussfaktoren für Trockenmittel als Packmittel

Für einen sicheren Produktschutz ist die Verpackung an sich entscheidend. Um das Produkt hermetisch zu versiegeln, kann ein dichter PE-Beutel genutzt werden, Aluverbundfolie oder auch eine Alu-Ronde, die eine Dose o. Ä. verschließt. Die Verpackung muss bereits einen sehr guten Wasserdampfschutz von außen leisten.

Daneben müssen die Umgebungsbedingungen beim Verpackungsprozess kontrolliert werden. Schwüle Produktionsbedingungen mit hoher relativer Feuchte sind zu vermeiden. Auch das Handling der Trockenmittel ist entscheidend, d. h. wann wird das gelieferte Trockenmittel aus der Schutzverpackung entnommen und weiterverarbeitet? Es sollte ein möglichst kurzer Zeitraum zwischen Entnahme und finaler Verpackung liegen, da es ab diesem Zeitpunkt direkt Feuchtigkeit ausgesetzt ist und vor dem eigentlichen Einsatz zu sättigen beginnt.

Für die Berechnung der Trockenmittelmenge ist die Lagerdauer ein wichtiger Aspekt, d. h. wie lange das Trockenmittel schützen muss. Die Dauer hängt mit der Wasserdampfdurchlässigkeit der Umverpackung zusammen, diese muss ebenso mit einkalkuliert werden wie die Umgebungstemperatur, die auf die Verpackung einwirkt. Das betrifft auch die klimatischen Bedingungen auf dem Transportweg – es ist ein Unterschied, ob nach Finnland geliefert wird oder auf dem Seeweg nach Singapur. In letzterem Fall ist die Wasserdampfdurchlässigkeit der Umverpackung höher.

Beutelmaterial: Tyvek® und Vlies

Das Material der Trockenmittelbeutel ist abhängig vom Anwendungszweck: Für die strengen Regularien im Healthcare-Bereich wird Tyvek® eingesetzt, das besonders partikelarm und widerstandsfähig ist. Darüber hinaus zeichnet es sich durch eine hohe Oberflächenreißfestigkeit aus, sodass es sich auch bei der Verpackung scharfkantiger Teile in der Industrie eignet. Für Standardanwendungen mit geringeren Anforderungen werden kostengünstigere Vliesbeutel verwendet.

Das Trockenmittel von Beginn an mitdenken

Grundsätzlich gilt, das Trockenmittel von Anfang an im Verpackungsprozess mitzudenken: Wie und wann wird der Trockenbeutel (oder alternativ die Trockenkapsel) eingebracht, wie sind die Abläufe zu gestalten? Wenn diese Faktoren nicht zu Beginn berücksichtigt werden, fehlen womöglich der Platz, die Taktzeit, und es entstehen teure Folgekosten – z. B. durch Umrüsten der Anlage. Bei einem Kundenprojekt sollten 20 Stück eines Lebensmittelprodukts in einer gemeinsamen Packung abgelegt und mit Trockenmittel bestückt werden. Da der Prozess nicht darauf ausgelegt war, wären die Produkte zu lange offen gelegen, bis Trockenmittel eingebracht und die Umverpackung geschlossen worden wäre. Als Alternative mussten einzelne Kleinstverpackungen genutzt werden, um die Haltbarkeit der Produkte zu gewährleisten, was Mehrkosten und deutlich mehr Verpackungsmüll bedeutete.

Wir beraten von der ersten Kundenanfrage an auch zur Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen, der Einbindung in den Verpackungsprozess, der Lagerung und zum Transportweg, damit der Kunde keine bösen Überraschungen erlebt. Bei Verpackungen ist zudem die Dokumentation wichtig, damit der Kunde nachweisen kann, dass er sicherheitskonform mit der passenden Menge Trockenmittel verpackt hat (z. B. für eigene Audits). Die Berechnung der Trockenmittelmengen erfolgt daher DIN-konform nach der DIN 55474 – dies ist insbesondere wichtig bei Exportverpackungen oder Langzeiteinlagerungen.

TROPACK - darauf können Sie sich verlassen

TROPACK Packmittel GmbH Produkte entsprechen höchsten Qualitätsanforderungen nach DIN 55473, Ausgabe 12/2015. Unsere Trockenmittel erfüllen die einschlägigen Bestimmungen der Europäischen Union (z.B. EG 1935/2004 )  und der US Food & Drug Administration FDA (z.B. 21 CFR part 175 bzw. part 177).

Der TROPACK Qualitätsanspruch wird mit regelmäßigen DIN 55473 und ISO 9001 Zerti­fizierungen bestätigt. Darauf können sich Industrie und Handel ebenso wie Verbraucher verlassen. TROPACK Trockenmittel sind lebensmittelverträg­lich, frei von Schadstoffen, geruchlos und regenerierbar. (Dimethylfumarat (DMF) findet ausdrücklich keine Verwendung!)

Für Ihre Fragen und Wünsche sind wir gerne da!

Tropack
Packmittel GmbH