
Trockenmittel als Component
Präzise Auslegung und Prozessstabilität gewährleisten
Wenn das Trockenmittel Teil der Anwendung ist, also als Systemkomponente zur Entfeuchtung verwendet wird, muss es spezifische Anforderungen erfüllen. Unter anderem in den Branchen Automotive, Elektronik, Defense, Luftfahrt, Laser-Optik, Utilities oder Smart Metering werden Trockenmittel als Component eingesetzt.
Während das Trockenmittel als Packmittel mit dem eigentlichen Produkt und seinem Herstellungsprozess nichts zu tun hat, sondern nur eine Beigabe in der Verpackung ist, ist das Trockenmittel als Component Teil des Gesamtsystems, eingebettet in z. B. eine elektronische Schaltanlage, eine Klimaanlage im Auto oder in die Optik einer Kamera. Dies impliziert eine längere Verweildauer in der Anwendung als beim Packmittel. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: In manchen Systemen muss der Trockenbeutel einmalig die eingeschlossene Feuchtigkeit adsorbieren und sie dann dauerhaft halten. Dabei wird häufig Molekularsieb verwendet, da dieses erst bei 280 Grad Celsius anfängt, Feuchtigkeit wieder abzugeben. In anderen Anwendungen verbleibt das Trockenmittel ebenfalls über lange Zeit im System, muss aber in gewissen Wartungszyklen, wenn es gesättigt ist, ausgetauscht werden.
Höhere Qualitätsanforderungen
Wichtig ist bei Trockenmitteln als Component eine hohe Stabilität und damit auch eine höhere Qualität des Trockenmittels an sich, als es bei Packmitteln der Fall ist. Es muss einen deutlich längeren Anwendungszeitraum abdecken und z. B. Vibrationen aushalten (wie in Fahrzeuganwendungen). Trockenmittel weisen eine höhere Qualität auf, wenn sie eine geringere Restfeuchtebeladung (Beladung der Feuchtigkeit im Anlieferzustand) haben. Üblich sind 3 % Restfeuchtbeladung, bei TROPACK werden für Components jedoch Trockenmittel mit maximal 1,5 % Restfeuchte genutzt.
Prozessfähigkeit nachweisen
Der gesamte Herstellungsvorgang des Trockenbeutels muss absolut prozesssicher sein, um einen stabilen, dauerhaften Einsatz zu gewährleisten. Sollte das Trockenmittel nicht der Auslegung entsprechen, droht ein Systemausfall. Feuchtigkeit in elektronischen Systemen begünstigt Korrosion, Kurzschlüsse, Ausfall von Funksignalen, Beschlagen der Linse bei optischen Systemen usw. Die Folgekosten bei diesen Systemausfällen können um ein Vielfaches höher sein als der Einsatz eines hochwertigen Trockenmittels. Es kommt also auf die Auslegung der Trockenmittelkomponente und die Prozessstabilität bei der Herstellung an.
Bei Components ermitteln die Kundenunternehmen ihrerseits anhand einer Vielzahl von Einflussfaktoren die exakten Trockenmittelmengen, um bestimmte Zeiträume der Entfeuchtung abzudecken. Für uns als Hersteller von Trockenmittelprodukten bedeutet das, exakte Mengen wiederholgenau abfüllen zu können – und dies durch Maschinenfähigkeitsstudien und Prozessfähigkeitsstudien auch nachzuweisen. Darüber hinaus setzen wir bei Trockenmitteln als Component mehr Messpunkte im Wareneingang als bei solchen für Verpackungen an. Es wird mit kalibrierten Prüfmitteln begutachtet, wie viel Feuchtigkeit Trockenbeutel bei verschiedenen Prüfklimata adsorbieren. Für Packmittel ist ein Prüfklima von 23 Grad Celsius und 40 % relativer Feuchte nach DIN-Norm 55473 ausreichend. Die Spezifikationen für Systemkomponenten sind kundenseitig deutlich umfangreicher.
Kunden testen vor Ort bei TROPACK
Um für jede Anwendung ein passgenaues Trockenmittelprodukt zu finden, sind Kunden eingeladen, gemeinsam mit uns an unserem Produktionsstandort zu testen. Kunden bringen ihre Bauteilgehäuse oder Komponenten mit, die mit Trockenmittel bestückt werden müssen, und gemeinsam testen wir in unserem Maschinenpark, welche Lösung die passende sein könnte – oder welche Lösung wir entwickeln könnten. Das ist effizienter, als mehrfach Muster hin- und herzuschicken. Mit unserer Erfahrung können wir Unternehmen unterstützen, das optimale Component zu finden – von Trockenbeutel bis Trockenpatrone, von Silicagel bis Molekularsieb.
Um Trockenmittel als Systemkomponente liefern zu können, ist eine Produkthaftpflicht für uns als Hersteller essenziell, um eventuelle Schadensfälle abzusichern. Dies ist auch eine wichtige Kundenanforderung im Onboarding-Prozess, die wir nachweisen können.
Ob Packmittel oder Component: Bei jeder Anfrage beraten wir umfassend zum richtigen Einsatz und Umgang mit dem Trockenmittel und finden die für die individuellen Spezifikationen passende Trockenmittellösung.
TROPACK - darauf können Sie sich verlassen
TROPACK Packmittel GmbH Produkte entsprechen höchsten Qualitätsanforderungen nach DIN 55473, Ausgabe 12/2015. Unsere Trockenmittel erfüllen die einschlägigen Bestimmungen der Europäischen Union (z.B. EG 1935/2004 ) und der US Food & Drug Administration FDA (z.B. 21 CFR part 175 bzw. part 177).
Der TROPACK Qualitätsanspruch wird mit regelmäßigen DIN 55473 und ISO 9001 Zertifizierungen bestätigt. Darauf können sich Industrie und Handel ebenso wie Verbraucher verlassen. TROPACK Trockenmittel sind lebensmittelverträglich, frei von Schadstoffen, geruchlos und regenerierbar. (Dimethylfumarat (DMF) findet ausdrücklich keine Verwendung!)
